Die SPD Rödental gratuliert dem Ersten Bürgermeister Marco Steiner zu seinem überragenden Erfolg bei seiner Wiederwahl und auch allen gewählten Kandidatinnen und Kandidaten, die dem nächsten Rödentaler Stadtrat angehören. Selbstredend ist es, dass die SPD keine Personen beglückwünscht, die einer Partei angehören, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird und die sich in ihren Aussagen und ihrem Verhalten gegen die Grundwerte der SPD und der anderen demokratischen Parteien stellt.
Im Rödentaler Stadtrat sind vier Parteien vertreten und mit den FREIEN WÄHLERn ein Verein, der nicht mit der gleichnamigen Partei verwechselt werden sollte. Eine vor der Wahl gestartete Initiative, eine neue Gruppe im Stadtparlament zu platzieren, scheiterte kläglich, weil sie nicht genügend Unterstützer fand, um die Formalien zu erfüllen.
Mit Sorge sollte alle Demokratinnen und Demokraten erfüllen, dass bei der Kommunalwahl 2026 in Rödental weniger als 60 Prozent der Wahlberechtigten zur Urne gingen oder ihre Stimmen per Briefwahl abgegeben haben. Das ist im Landkreis Coburg leider (wieder) ein Negativrekord. Außerdem das Erstarken einer Partei, die im neuen Stadtrat erstmals in Fraktionsstärke vertreten sein wird, die im Wahlkampf öffentlich weder durch Personen, noch für die Rödentaler Kommunalpolitik relevante Themen hervorgetreten ist. Scheinbar holt man Stimmen mit "dagegen". Die Sprecher der (bisherigen) Fraktionen betonten in der tags darauf stattgefundenen Stadtratssitzung, dass es insbesondere wegen der sich veränderten Umstände darauf ankomme, für Rödental zusammenzuhalten.
Geringfügig verloren beim Stimmenanteil hat die CSU, kann aber ein Mandat mehr für sich in Anspruch nehmen (jetzt 6). Stärker ist der Verlust der SPD, die aber mit 4 ihre Mandate halten konnte. Die GRÜNEn verlieren einen Platz im Stadtrat (jetzt 3), obwohl sie ihr Ergebnis aus 2020 halten konnten. Deutlich ist das Minus bei den FREIEN WÄHLERN, die 3 Mandate hergeben mussten und mit 7 Ratsmitgliedern stärkste Fraktion bleiben.
Wie bisher werden dem Stadtrat lediglich fünf Frauen angehören (20,8 %). Auf vier Listen hatten sich zusammen 30 Frauen um ein Mandat beworben. Ausgerechnet die Grünen, auf deren Liste fast die Hälfte der Kandidierenden Frauen waren, haben wegen ihrer geschrumpften Fraktion nun keine Frau mehr im Stadtrat. Man könnte zu dem traurigen Fazit kommen: Frauen wählen (nicht unbedingt) Frauen.