Für Rödental aktiv in der SPD: Walter Roos

Walter Roos aus Oeslau
Foto Rainer Brabec; Layout Matthias Kirchner

02. Januar 2026

Es wird nicht wieder werden, wie es war. Dessen ist sich Walter Roos bewusst. Der Oeslauer, der selbst zeitweise eine Gastwirtschaft geführt hat, denkt mit Wehmut an die Zeit zurück, als sich in allen Dörfern, die heute die Stadt Rödental bilden, die Menschen in einer oder mehreren Wirtschaften getroffen haben, die es dort noch gab. Dort haben sie Karten gespielt und Lieder gesungen. Dort haben die Vereine Brauchtum und Gemeinsamkeiten gepflegt. Auf Faschingsveranstaltungen wurde getanzt, manchmal auch gerauft. Dort wurde an den Stammtischen leidenschaftlich diskutiert, oft auch dummes Zeug geredet. Egal, grundsätzlich hat man sich verstanden und ist gut miteinander ausgekommen.

Die Zeiten haben sich geändert: Viele Wirtschaften gibt es nicht mehr, z. B. weil die Wirtsleute keine Nachfolger gefunden haben oder weil notwendige Investitionen gescheut wurden. Aber auch, weil Viele weniger Wert auf gepflegte Gastlichkeit mit traditioneller Hausmannskost und einem gut gezapften Bier legen, sondern lieber z. B. zum Schachtelwirt „Zum goldenen M“ gehen. So stirbt eine geliebte Kultur aus, bedauert Walter Roos. Und dennoch: „Rödental braucht Orte, wo sich die Menschen ohne Konsumzwang treffen können.“ Er erkennt an, dass es solche Angebote für Senior:innen durchaus gibt. Sie fehlen aber für Jugendliche und junge Familien. Das zu ändern sei seiner Meinung nach Aufgabe der Rödentaler Kommunalpolitiker:innen.

Bei der Kommunalwahl 2026 kandidiert er auf Platz 17 der SPD-Liste.

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